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Gartenerneuerung im Komponistenviertel
Grundriss - Vorentwurf
Zentrale Rasenfläche
Rasenfläche mit Felsenbirne
Schmuckpflanzung
Duft-Schneelball (Viburnum carlesii 'Aurora')
Sterndolde (Astrantia major)

Gartenerneuerung im Komponistenviertel Wiesbaden

Ein Wohngarten in Wiesbaden, 2014/15

Im Zuge der Planung sollte ein in die Jahre gekommener Hausgarten im Wiesbadener Komponistenviertel aus den 1980er Jahren erneuert werden. Die vier Kinder der Bauherren sind mittlerweile erwachsen, so dass die Gestaltung sich nun auf die ästhetischen Vorstellungen der Bauherren konzentrieren konnte.

Gemäß dem Wunsch der Bauherren wurden verschiedene vorhandene Elemente, die dem Garten seinen ‚eingewachsenen‘ Charakter verleihen, erhalten. Dies galt insbesondere für einen ausladenden Ahorn und eine Robinie im Hauptgarten, welche durch Schnittmaßnahmen instandgesetzt bzw. so aufgeastet wurden, dass eine Unterpflanzung mit Hortensien (Hydrangea arborescens ‚Annabelle‘), Schneebällen (Viburnum carlesii ‚Aurora‘ und Viburnum tinus) sowie verschiedenen Stauden, wie Herbstanemone (Anemone japonica ‚Wirbelwind‘), Sterndolde (Astrantia major), Taglilie (Hemerocallis citrina und Hemerocallis ‚Crimson Pirate‘), Funkien (Hosta in Arten und Sorten), Immergrün (Vinca minor) etc., erfolgen konnte. In den sonnigeren Bereichen wird diese Schmuckpflanzung durch Stauden-Pfingstrosen (Paeonia mlokosewitschii und Paeonia officinalis ‚Rubra Plena‘)‚ Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides ‚Hameln‘), Storchschnabel (Geranium macrorrhizum und Geranium x cantabrigiense ‚Biokovo‘) etc. ergänzt. Das im Vorentwurf dargestellte Wasserbecken wurde nicht umgesetzt, sondern durch eine gemischte Gehölz- und Staudenpflanzung ersetzt.   
Mit einer schirmförmigen Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) wurde den beiden Bestandsbäumen im zentralen Gartenbereich ein neues Solitärgehölz zugesellt.

Aufgrund der ungewöhnlichen Form des Eckgrundstücks und dem vieleckigen Gebäudegrundriss galt es, eine dem Garten angemessene Grundform zu finden, welche die unterschiedlichen Linien und Winkel miteinander vereint. Diese wurde in Verlängerung der Holzterrasse in Form einer zentralen Rasenachse neu entwickelt und seitlich von den zuvor beschriebenen Schmuckpflanzungen gesäumt, wobei die zentrale Achse durch eine Einfassung aus Frauenmantel (Alchemilla mollis) zusätzlich betont wird.

Der Vorgarten ist ein vergleichsweise schmaler Schlauch und sollte weiterhin als Durchgang vom Eingangsbereich zum Hauptgarten dienen, jedoch zugleich einen Sichtschutz für die auf dieser Gebäudeseite liegenden ‚Kinder’zimmer bieten. Da der Bereich keine optische Verbindung zum Hauptgarten aufweist und somit komplett eigenständig ist, wurde ein transparenter Sichtschutz aus Bambus (Phyllostachis nigra ‚Punctata‘ und Sasa palmata ‚Nebulosa‘, jeweils mit Rhizomsperre) gewählt. Dazu wurden Hortensien (Hydrangea arborescens ‚Annabelle‘) gruppiert und eine Unterpflanzung aus Japan-Seggen (Carex morrowii ‚Variegata‘) mit verschiedenen Solitärstauden gepflanzt.

Straßenseitig wird das Grundstück komplett von einer neuen Hainbuchenhecke (Carpinus betulus) eingefasst, nachdem die ehemals vorhandene Hainbuchenhecke durch Schnittmaßnahmen nicht mehr zu verjüngen war und gerodet werden musste.

Die Planung und Umsetzung erfolgte 2014 bis 2015.

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