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Hofgarten in Rheinhessen
Hofgarten - Sitzplatz
Hofgarten - Nutzbereich
Hofgarten - Strauch-Pfingstrose (Paeonia rockii)
Hofgarten - Tränendes Herz (Dicentra)
Hofgarten - Zierbereich
Hofgarten - Ball-Hortensie 'Annabelle'
Hofgarten - Sitzbereich
Hofgarten - Nutzbereich

Nutzgarten mit Ziercharakter

Ein Hofgarten in Rheinhessen, 2015/16

Beim Kauf des Hauses fanden die Bauherren den von verschiedenen Gebäuden und Mauern umgebenen kleinen Garten als trostlose Rasenfläche mit einigen Lebensbäumen (Thuja occidentalis), einem vergreisten Ranunkelstrauch (Kerria japonica) und einer Teichschale vor.
Die Bauherren wünschten sich einen Gartenraum, der vorrangig als Nutzgarten dienen, aber auch einen Ziercharakter aufweisen soll. Aus Kostengründen entschieden die Bauherren, dass die vorhandene Terrassenfläche und eine vorhandene Garage vorerst erhalten bleiben und in einem zweiten Bauabschnitt aus- bzw. umgebaut werden sollen. Das Planungskonzept sollte entsprechende Vorschläge zur späteren Erweiterung/Ergänzung beinhalten.

Die Gartenfläche wurde nach der Rodung der vorhandenen Gehölze und dem Abschälen des Rasens im Stil eines Bauerngartens angelegt. Die Beete wurden in quadratischen bzw. rechteckigen Formen aufgeteilt und mit Buchsbaum (Buxus sempervirens var. arb.) eingefasst. Die Wege wurden als Rasenwege angelegt.

Der Nutzgartenbereich ist in den länger besonnten Bereichen mit einer Feige (Ficus carica), einer Quitte (Cydonia oblonga ‚Konstantinopler Apfelquitte‘), einem Pfirsich (Prunus persica ‚Revita‘) sowie Roten Johannisbeeren (Ribes rubrum ‚Jonheer van Tets‘) bepflanzt. Im Jahresverlauf finden sich in den Beeten die unterschiedlichsten Gemüse.        
Im besonnten Bereich an der östlichen Grundstücksgrenze entstand eine Kiesfläche mit einer Sitzbank. Im meist beschatteten südlichen Bereich wurden eine Strauchpfingstrose (Paeonia rockii) und mehrere Ball-Hortensien (Hydrangea arb. ‚Annabelle‘) gepflanzt. Die Unterpflanzung besteht aus Kaukasus-Vergißmeinnicht (Brunnera macrophylla) und Bärlauch (Allium ursinum). Daneben finden sich Solitärstauden wie Tränendes Herz (Dicentra spectabilis ‚Alba‘) und Funkien (Hosta in Arten und Sorten).
Vor die östliche und die südliche Grundstückseinfassung wurden Rankspaliere aus Douglasienholz errichtet, so dass die heterogenen Wandflächen einen einheitlicheren Charakter erhielten. An das Spalier am besonnten Sitzbereich wurden drei Ramblerrosen (Rosa ‚Snow Goose‘) gepflanzt. An das Spalier vor der südlichen Gebäudewand wurden der vorhandene Wilde Wein (Parthenocissus quinquefolium) und eine Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) eingeflochten.

In einem späteren Bauabschnitt soll die vorhandene Terrassenfläche aus Beton-Pflaster durch ein Holzdeck ersetzt werden. Die Garage aus derzeit unverputztem Bimsstein soll zu einem Gartenhaus aus- und umgebaut werden. In diesem Zuge sollen Fenster in die Wandflächen eingepasst und die Fassaden nachfolgend mit einer Holzlattung verkleidet und berankt werden.

Die Planung und Umsetzung erfolgte 2015 bis 2016.

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